1976 eröffnete Italo Bosa in Borso Del Grappa in der Provinz Treviso die nach ihm benannte Keramikwerkstatt. Nicht zufällig, ist die Region um Borso schließlich schon seit Jahrhunderten für ihr hervorragendes Keramikhandwerk bekannt. Eine Tradition, die der Gründer des später renommierten "Maison Bosa" in seinen Kreationen brillant interpretiert und mit Innovation verbindet. Die Keramik von Bosa wird in allen Phasen von Hand hergestellt, von der Gipsform bis zum Brand, von der Glasur bis zur Dekoration. Die von Italo Bosa und seinen Mitarbeitern, zu denen auch seine Frau und seine Töchter gehören, betriebene Forschung hat es dem Unternehmen ermöglicht, die technischen Grenzen des Materials neu zu definieren und überdimensionale Projekte und komplexe Formen zu realisieren. Dies ist auch der Zusammenarbeit mit renommierten Designern wie Marco Zanuso Jr. und dem Studio Palomba-Serafini zu verdanken, zu denen sich im Laufe der Jahre Namen wie Jaime Hayon, Patricia Urquiola, Luca Nichetto, Sebastian Heckner, Elena Salmistraro und Ionna Vautrin gesellten. Das Unternehmen hat sich weltweit einen Namen gemacht, ist in über 50 Ländern vertreten und arbeitet mit renommierten Marken wie Minotti, Moroso, B&B Italia, Maison Matisse, DeBeers, Ferrari, Baccarat sowei vielen weiteren zusammen.
Vasen und Skulpturen, Designer-Keramik von Bosa
Der Katalog der Keramikobjekte von Bosa überrascht durch manchmal traumhafte, manchmal verspielte Objekte. Die Kollektionen von Vasen, Skulpturen und Tischen, die von namhaften Künstlern und Designern entworfen wurden, sind eine Fundgrube für einzigartige und wertvolle Objekte. Von Jaime Hayon stammt die Kollektion der Keramikskulpturen Hopebird Special Editions, die sich durch den unkonventionellen und humorvollen Stil auszeichnet, der für das Werk des Designers typisch ist. Die Protagonisten dieser filigranen Skulpturen sind Vögel, die in aufrechter Haltung und anthropomorpher Pose in die Ferne blicken. Die Keramiken sind weiß glasiert und von Hand bemalt, wobei eine raffinierte Farbpalette mit Details in Schwarz, Gelb und 24-karätigem Gold zum Einsatz kommt. Die spanische Designerin ist auch Kuratorin der Baile-Kollektion, die eine goldene und blaue Version der Skulptur Hopebird, den fantasievoll geformten Kerzenhalter Atomo, die ironischen Vasen Kingvase und die lustigen bunten Keramik-Tiermasken Maskhayon umfasst. Von Elena Salmistraro stammen die berühmten Figuren der Serie Most Illustrious. Es sind die Meister des Designs Achille Castiglioni, Riccardo Dalisi, Michele De Lucchi und Alessandro Mendini, denen die Designerin eine Kollektion widmet, die eine Hommage ist und in jeder Skulptur somatische Merkmale und Elemente der bedeutendsten Werke der Designer vereint. Salmistraros lebhafter Fantasie entspringt auch die Kollektion der Keramikvasen Primates, die von der Beziehung zwischen Mensch und Affe inspiriert ist und sich durch feine Details und farbenfrohe Texturen auszeichnet.
Nicht nur Ornamente: Bosa Couchtische und Geschirr
Neben dem unvermeidlichen Keramikgeschirr bietet der Bosa-Katalog auch außergewöhnliche Tischskulpturen. Für den Tisch hat die brasilianische Designerin Nika Zupanc das Teeservice Mr. & Mrs. Move entworfen, das neben Tassen mit gefalteter Oberfläche auch eine Teekanne, eine Zuckerdose, eine Kuchenform und eine Biskuitschale umfasst, die sich durch einen zarten, mit Gold bemalten herzförmigen Griff auszeichnet. Die kleinen Vögel von Jaime Hayon kommen auch auf den Tisch, mit dem Set Sale e Pepe und den Kannen der Serie Pellicani. Von Patricia Urquiola stammt die Kanne H2O Bilbao, die durch ihre skulpturale, schräge Form besticht und eine Hommage an das im Baskenland typische Utensil zum Milchsammeln darstellt. Von Sam Baron stammen die szenografischen Schalen der Serie Issima, während das Tellerservice für den stilvoll gedeckten Tisch der frechen Fantasie von Jaime Hayon anvertraut ist, der die Table Collection aus glänzend weiß glasiertem Steingut mit handgemalten grafischen Zeichen und Verzierungen in Gold und Schwarz signiert hat. Die Keramikhocker aus dem Bosa-Katalog eignen sich auch für andere Zwecke, vom Beistelltisch bis zum einfachen Dekorationsobjekt. Außergewöhnlich ist die von der Spanierin Pepa Reverter entworfene Kollektion Bossanova, die in schwarz-weißer oder farbiger Ausführung erhältlich ist. Die Formen, die aus sich überlagernden geometrischen Modulen bestehen, erinnern an die Säulen imaginärer Tempel im Regenwald. Die Ironie und Unkonventionalität von Jaime Hayon zeigt sich auch in dem pilzförmigen T-Table aus der Kollektion Baile. Er besteht aus Keramik, ist in unzähligen Dekorationsvarianten handbemalt und in drei verschiedenen Größen erhältlich.