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Bobby Berk erstmals ADA Jurymitglied

Der amerikanische Innenarchitekt und Star der Netflix-Serie "Queer Eye" ist Teil der Jury der Archiproducts Design Awards 2021

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10/06/2021 - Auch in der bereits sechsten Ausgabe präsentieren sich die bestätigen sich die Archiproducts Design Awards als Beitrag zu Kreativität, Forschung und Innovation. Zum Jurorenteam zählt in diesem Jahr zum ersten Mal der amerikanische Innenarchitekt, Designer und Star der mit dem Emmy-Award ausgezeichneten Netflix-Serie „Queer Eye“ Bobby Berk.

Zusammen mit mehr als 50 weiteren einflussreichen und international bekannten Architekten, Designer, Kreativdirektoren, Redakteure und Fotografen bewertet er die diesjährigen Einreichungen.

In der bekannten und beliebten Netflix-Serie „Queer Eye“ berät Bobby Berk als Experte für Wohnkultur Menschen, die ihre Wohnräume verändern möchten, vor allem solche,  in denen es an Platz mangelt. Im realen Leben ist er seit mehr als zehn Jahren als Innenarchitekt tätig.  Neben dem 2015 gegründeten Studio mit Sitz in Los Angeles, das sowohl Wohn- als auch Objekträume gestaltet, kümmert sich Berk auch eine seinen Namen tragende Marke mit urbaner und lebendiger Seele, die den Luxus zeitgenössischen Designs widerspiegelt.

Während wir mit Spannung die Entscheidung der Juroren der sechsten Ausgabe des von Archiproduct ins Leben gerufenen internationalen Designpreises erwarten, haben wir Bobby Berk nach seinen Erwartungen an die diesjährigen Kandidaten und nach seiner persönlichen Vision des Designs der nahen Zukunft  befragt. Hier sind seine Antworten.

Welche Erwartungen stellst Du an die Bewerber der Archiproducts Design Awards 2021? Welche Eigenschaften sollten die ausgezeichneten Produkte haben?

Ich bin gespannt, wann sich das Talent während des Bewerbungsprozesses meldet, neugierig auf viele neue Ideen, die der Welt der Inneneinrichtung und des Produktdesigns einen innovativen Schub verleihen können. Mich interessieren neue Materialien, nachhaltige Lösungen, neue Denkansätze, wie wir mit Objekten in unserem Zuhause interagieren. Neben der Ästhetik des jeweiligen Produkts ist mir auch die emotionale Verbindung wichtig, was wir verspüren. Design ist viel mehr als nur Form und Designer zeigen das heute auf  wirklich interessante Weise!

Welche Rolle spielt heute ein Designpreis?

Designpreise sollten eine vielfältige Gruppe von Talenten ins Rampenlicht rücken. Die Designbranche war für zu lange Zeit nur Insidern zugänglich. Da kann ein Designpreis ein gutes Sprungbrett sein, jungen Menschen die ihnen zustehende Anerkennung und ihrer Arbeit mehr Sichtbarkeit verleihen.

Wie kann modernes Design den alltäglichen Bedürfnissen gerecht werden?

Wir leben in einer sich unaufhörlich verändernden Welt. Daher muss sich auch das Produktdesign mit der Zeit entwickeln. Es geht darum, auf die Lebensweise der Menschen zu schauen und uns zu überlegen, wie Design sie verbessern kann. Ich glaube, wir sollten uns auch darauf konzentrieren, wie Technologie als eine Ressource eingesetzt werden kann, wie die Technik mit dem kreativen Prozess in Synergie treten kann, um den Anforderungen einer immer hektischer werdenden Welt begegnen zu können.

Wie kann Design in der Zeit nach der Pandemie eine „neue Normalität“ definieren?

Design liegt vor allem darin, wie wir leben. Am Ende der Pandemie wird das Design die Richtung vorgeben, was „normal“ angesehen wird. Ich denke, wir werden es in der Art und Weise sehen, wie unser Wohnraum gestaltet ist, in der Auswahl der Materialien, in den Einrichtungsgegenständen. Alle Gegenstände und Räume, die heute unser tägliches ausmachen, werden auch die Richtung prägen, in der wir uns in Zukunft bewegen und unsere „neuen Gewohnheiten“ ausmachen. Letztes Jahr verbrachten die Menschen mehr Zeit zu Hause als jemals zuvor. Das hat uns dazu veranlasst, Räume zu überdenken, wie wir sie empfinden und warum Design in unserem Leben wichtig ist.

Wie hat Deiner Meinung nach die Pandemie das Design beeinflusst?

Ich denke, dass alle – ich selbst eingeschlossen – die Möglichkeit hatten, unsere alltägliche Umgebung, unser Zuhause genauer in Augenschein zu nehmen; dass wir Zeit hatten, darüber nachzudenken, wie wir den zur Verfügung stehenden Platz und die Einrichtung nutzen. Der Designtrend geht heute hin zu Objekten, die Komfort und Wohlbefinden bieten; und zwar nicht nur physisch, sondern auch mental. Ich glaube, wir werden uns weiterhin auf die Frage konzentrieren, welchen Beitrag die Einrichtung zum Wohlbefinden leisten kann. In der Baubranche überdenkt man, wie die Wohnungen und Büros von morgen gestaltet werden sollen. Geeignete Räume für verschiedenartige Aktivitäten zu entwerfen und von völlig offenen Grundrissen wegzukommen, ist die Richtung, die wir meiner Meinung nach einschlagen sollten, damit in naher Zukunft „gutes Design“ erreicht werden kann.

Anmeldungen für die Archiproducts Design Awards 2021 können bereits eingereicht werden!

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