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Gelebte Nachhaltigkeit : Schüco modernisiert Firmencampus

Neu renoviertes Gebäude bietet innen Raum für New Work und außen eine cradle-to-cradle-zertifizierte Schüco-Elementfassade

16/02/2022 – Bereits seit 2016 ist Schüco damit befasst, seinen Hauptsitz, den Firmencampus in Bielefeld, zu erweitern und zu modernisieren. Verschiedene Neu- und Umbauten sind seitdem umgesetzt worden und zuletzt konnte zum Jahreswechsel den Mitarbeitern im IT- und Finance-Bereich ihr neuer Arbeitsplatz im Schüco Corporate Services Gebäude übergeben werden. Die Gebäudehülle: eine Cradle-to-Cradle-zertifizierte Elementfassade AF UDC 80.
 
Veranlasst durch die Notwendigkeit, das bestehende Gebäude den neuen Brandschutzanforderungen anzupassen hat man sich dafür entschieden, eine dreijährige Modernisierung umzusetzen. Ziel war es, dem 5.800 Quadratmeter großen Gebäudekomplex aus den 1980er Jahren ein identitätsstiftendes Gesicht zu geben und es mit dem gegenüberliegenden Neubau Schüco One zu harmonisieren. Zudem wollte man das Vorhaben nutzen, um an und in einem Bestandsbau Konzepte zu realisieren und Produkte zu präsentieren, die dem Nachhaltigkeitsgedanken verpflichtet sind. Gelebte Nachhaltigkeit nicht nur anhand von Produkten für Kundenprojekte, sondern auch im und am eigenen Hause.
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Entkernung und Raum für New Work

Für Schüco und das mit der Planung beauftragte Büro tr.architekten aus Köln war zudem klar, dass auch eine grundlegende Umstrukturierung der Innenräume nötig war. New Work lautete hierfür das Stichwort und so entstanden Arbeitsplätze für 160 Schüco sowie Räume für externe Kräfte, offene Bereiche mit Desksharing-Möglichkeit, Einzelbüros für ruhiges Arbeiten, Besprechungsräume und Zonen für die informelle Kommunikation. Ein neues Gesicht erhielten auch die Empfangs- und Erschließungsflächen sowie die vertikale Erschließung.
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Zeitlose Gebäudehülle

Ein weiterer Schwerpunkt der Planung war der vollständige Rückbau der Aluminium-Bestandsbauteile und die Erneuerung der Fassade. „Wir haben beim Schüco Corporate Services Gebäude einen ganzheitlichen Planungsansatz verfolgt“, erläutert der bei Schüco verantwortliche Architekt André Schreiber. „Deswegen sollte auch die Fassade nachhaltig und zeitlos sein. Passend zu der Idee, auf dem Campus möglichst viele unserer Produkte in der Anwendung zu zeigen, setzen wir hier das erste Mal die Cradle-to-Cradle (C2C)-Silber-zertifizierte Elementfassade AF UDC 80 ein.“
 
Auch mit der neuen Gebäudehülle bleiben die drei Bauteile des Bestandsgebäudes als heterogene, additive Struktur ablesbar. Gleichzeitig verleiht ihnen die Elementfassade ein homogenes, ruhiges Äußeres. Auf diese Weise bildet das Schüco Corporate Services Gebäude einen Gegenpol zur expressiven Gestalt des gegenüberliegenden Schüco One Neubaus.
 
Erstmals wurde auch der Sonnenschutz Schüco AB ZDS (Aluminium Blind ZIP Design Screen), ein textiles außen liegendes Sonnenschutz-Rollosystem, in die Elementfassade integriert.  Ein weiteres projektspezifisches Detail sind die Deckleisten an den Fenstern. Diese treten in drei unterschiedlichen Tiefen aus der Fassadenflucht heraus und kreieren auf der Gebäudehülle ein subtiles Schattenspiel.
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Zurück in den Rohstoffkreislauf

Als man sich entschieden hatte, die Fassade zu erneuern, stand für Schüco sofort fest, das Thema Recycling aufzugreifen. Denn die Bestandsfassade aus den 1980er- und 2000er-Jahren hatte einen hohen Aluminiumanteil. Zudem ist das Bielefelder Unternehmen Gründungsmitglied der A|U|F, einem Verein, der einen geschlossenen Wertstoffkreislauf für Aluminium in der Fenster-, Türen- und Fassadenbranche organisiert. Folglich wurden alle Aluminiumbauteile der Fassade und des Vordachs rückgebaut und dem A|U|F-Rohstoffkreislauf zugeführt und erzielte so eine Recyclingquote von 98,3 %.
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Ganzheitliche Betrachtungsweise

Neben der UDC 80 kamen in dem Sanierungsobjekt weitere C2C-Silber-zertifizierte Produkte wie die Pfosten-Riegel-Konstruktion FWS 50 / 60 SG an der Eingangsfassade, die Einsatzelemente AWS 75 BS und die Türen AD UP 75 zum Einsatz. Nach der Sanierung erreicht das Gebäude den ambitionierten KfW-70-Standard und verbraucht damit jährlich 265.000 kWh weniger Primärenergie als vorher. Diese und viele weitere bauliche und organisatorische Maßnahmen machen aus der Modernisierung des Gebäudes ein wahrhaftest Vorzeigeprojekt in punkto nachhaltiger Baubestandsrenovierung. So kommt es, dass das Projekt durch das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert wird.

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